Erkundungen in und um Pai – 15.01.

Nach unserer tollen, aber auch unerwartet anstrengenden Wanderung zum Wasserfall, lassen wir es an den kommenden zwei Tagen ruhiger angehen.

Wir haben am Vorabend noch unsere Mopeds verlängert – bzw. das Hotel hat uns hier erneut freundlich unterstützt – und erkunden heute die Umgebung von Pai.

Weißer Buddha – Wat Phra That Mae Yen

Unser Tag beginnt beim weißen Buddha, den man in und um Pai schon von weitem erkennen kann.

Bevor wir die vielen Stufen zu ihm hinaufsteigen, bedecken wir unsere Schultern. Für unvorbereitete Touristen gibt es leihweise Wickelröcke und Tücher.

Oben angekommen, merken wir erst einmal wie groß er ist. Der Ausblick ist grandios.

Memorial Bridge

Die historische Memorial Bridge ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Pais. Sie wurde während des zweiten Weltkrieges im Auftrag der japanischen Armee erbaut, um einen Weg von Chiang Mai nach Mae Hong Son zu haben, in der Nähe der Grenze zu Myanmar.

Nach dem Ende des Krieges zerstörten die Japaner die Brücke jedoch wieder. Da sie mittlerweile aber ein Bestandteil des Lebens von den Einwohnern Pais geworden ist, wurde sie wieder von den Thais aufgebaut. Die ursprüngliche Holzstruktur ist bei einer Flut 1973 zerstört wurden und an ihrer Stelle steht nun ein Stahlgerüst.

Das Kind ist von der Hitze erschlagen und bleibt im Schatten sitzen. Grit und ich wandern einmal hinüber. Dort steht ein Soldat. Man kann Fotos mit ihm und der Brücke machen. Eine Gruppe Amerikaner umringt ihn. Gegen ein Trinkgeld darf ein Rentner seine Waffe halten und glücklich in die Kamera lächeln …

Love Strawberry

Kurz vor Pai direkt an der Straße halten wir bei „Karls Erdbeerhof“. Daran werden wir jedenfalls sofort erinnert. Vieles ähnelt sich einfach, einschließlich der Merchandisingartikel rund ums Thema Erdbeere.

Wir wählen einen Erdbeershake und einen -smoothie. Ersterer ist mit Joghurt und gewinnt die Herzen.

Land Split

Wir wollen zu einer Bambusbrücke. In einer Kurve einer der dörflichen Nebenstraßen steht ein Hinweisschild (das einzige dieser Art auf der gesamten Strecke):
Bambusbrücke 6km
Wasserfall 3,5 km
Land Split 1,5 km

Drei auf einen Streich also. Land Split first.

Hier hat sich im wahrsten Sinne die Erde aufgetan. 2008 gab es ein Erdbeben, welches einen Riss in die Landschaft getrieben hat. 2009 und 2011 folgten weitere Beben und es kamen neue Risse – bis zu 11m tief und 2m breit – dazu.

Durch den 2008er Riss dürfen wir durchlaufen.

Alles in allem ein kleiner Rundweg. Nichts, was einen aus den Socken haut, aber trotzdem interessant. Kurz vor dem Ende noch ein Schreckmoment: direkt über uns hängt eine handgroße 🕷 im Baum…

Schnell weg hier…

Am Ausgangspunkt werden regional und pestizidfrei angebaute Früchte und Getränke gegen eine Spende angeboten. Papaya, Süsskartoffeln, Bananen und Pflaumenmus kosten wir gerne.

Pam Bok Wasserfall mit Fast-Unfall

Wenige Kurven später stehen wir auf dem Parkplatz zum Wasserfall. Noch mal 5 min bergauf und über eine kleine Brücke. Davon gibt es genauer gesagt zwei: eine neu aussehende aus Stahl und eine lädierte aus Holz direkt daneben. Über beide darf man noch rüber gehen (ts ts ts … keine TÜV Abnahme…).

Der Wasserfall liegt versteckt zwischen Felsen. Die enge Schlucht, in der er hinab stürzt, ist mit Schaulustigen gut gefüllt. Ein wenig Klettergeschick benötigt es, um sich dichter zu nähern.

Einige machen Fotos, andere stürzen sich in den Naturpool. Das Kind zieht blank, traut sich am Ende aber nicht ins Nass. Der Vater steht dicht bei, die Mutter macht mit Sicherheitsabstand Fotos.

Vom Parkplatz aus geht die Straße in einer Kurve steil nach oben. Hanna fährt wie eigentlich immer bei mir mit.

Ich verpasse mit dem Moped den richtigen Winkel und stehe auf einmal am steilsten Stück des Anstiegs. Die Maschine gibt alles, aber es geht nicht mehr vorwärts. Ganz im Gegenteil … 😲 Das Teil kippt nach links. Schnell den Fuss raus. Trotzdem rutscht das Moped aufgrund des Gewichts ganz langsam die Straße runter. Zum Glück springen zwei Thais und Grit herbei und helfen, die Maschine sicher zurück zum Parkplatz zu bringen. Puhhh 😌, das ging noch mal gut.

Bambus Brücke – Boon Koh Ku So

Unser eigentliches Ziel liegt mitten in Reisfeldern. Mittlerweile wird Eintritt genommen. Die 30 Baht sind jedoch gut investiert, da die ca 800m lange Brücke damit ständig erweitert wird.

Das Kind stürzt sich zuerst auf einen Ochsen (?), der durch geschicktes Ziehen der Zügel Ohren und Kopf bewegen kann.

Der Blick und die Aussicht sind phantastisch. Wir schlendern auf der Brücke entlang und entdecken zwei junge Wasserbüffelbabys im Reisfeld. Kurz vor dem Ende ein wenig Verärgerung: einen Tempel können wir nicht betreten, da wir nicht entsprechend gekleidet sind. Leider gab es zu Beginn der Brücke keinen Hinweis auf den Tempel. Wir hatten lange Sachen bei den Mopeds…

Abendbrot bei Sonnenuntergang

Zufrieden mit dem Tag machen wir uns auf den Rückweg. Wir halten an einer netten Lokalität, die uns schon auf dem Hinweg aufgefallen ist.

Wir essen ein leckeres Abendbrot und genießen bei untergehender Sonne das Leben.

Outro:

Wir sind zu müde und zu faul, um noch mal in das Zentrum hineinzufahren. Wir wollten unsere Trekkingtour für den nächsten Tag direkt beim Anbieter im Büro buchen. Online geht’s aber auch…

5 min später erhalten wir eine E-Mail. Wir möchten zur Bestätigung der Tour im Büro vorbeischauen und bezahlen. Sie hätten bis 22 Uhr auf (!!!) … Ok, dann lieber doch übermorgen und wir kommen morgen zum Bezahlen vorbei.

Da das Büro morgen nicht besetzt sein wird, wird uns angeboten, jemanden gleich zum Hotel hinaus zu schicken. 30 min später stehen dann echt zwei junge Damen vor unserem Bungalow und wir wickeln im Halbdunkeln Geschäfte mit nichtnummerierten Scheinen ab 😆… gegen Quittung .

Quittung für unsere Dreckwäsche … Berechnung pro Kilo

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